
Die Gemeinde Schulzendorf zeichnet sich dadurch aus, dass sie viele Grünflächen hat, die zur Erholung einladen. Der neue Flächennutzungsplan der Gemeinde bestätigt genau dieses Anliegen. Nun ist aber zu beobachten, dass im Ort Bäume beschnitten oder gar gefällt werden. Zunächst gibt es die Befürchtung, dass diese Arbeiten unsachgemäß oder gar unnötigerweise durchgeführt werden. Die Planungen zur Neugestaltung des Schwarzen Weges sind dafür ein Beispiel. Mein Ziel ist es, so viel Grün wie möglich in Schulzendorf zu erhalten. Bei Entscheidungen über die Fällung von Bäumen muss zuvor festgestellt werden, ob jeder einzelne Baum noch zu retten wäre. Allerdings ist auch klar, dass bei dieser Beurteilung die Verkehrssicherungspflicht immer berücksichtigt werden muss.
Beim Thema „Schwarzer Weg“ bewegt sich etwas. Die Gemeindevertretung hat den Bürgermeister beauftragt, ein Gutachten zu den möglichen und notwendigen Veränderungen des Schwarzen Weges in Auftrag zu geben. Dabei wurde er von der Initiative Pro Baum unterstützt. Leider entspricht der Wortlaut des Auftrages zum Gutachten nicht dem, was mit der Initiative besprochen wurde. Nun warten wir das Ergebnis des Gutachtens ab. Dieses Ergebnis kann, muss aber nicht Grundlage weiterer Entscheidungen sein.
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Das Gutachten ist da!
In dem Gutachten wurde der Baumbestand im Schwarzen Weg und der Zustand der Bäume beschrieben. Es wurde empfohlen, 44 Pappeln zu fällen, und Standorte für 130 Neupflanzungen wurden benannt.
Was wird nun geschehen?
In der Sitzung der Gemeindevertretung am 16.09.09 wurde dieses Gutachten vorgestellt. Der Bürgermeister Dr. Burmeister drängte darauf, ein Votum der Gemeindevertretung zu erhalten, denn er möchte die Baumfällmaßnahmen schnell durchführen lassen.
Gerne hätte ich den Wert der (auch kranken) Bäume aus einer anderen Sicht betrachten lassen. Der Schwarze Weg gewinnt seine Attraktivität und Schönheit auch aus dem Zusammenspiel zwischen sterbenden und lebenden Bäumen. Der Gutachter bestätigte, dass tote Bäume auch einen Wert haben, nämlich für Insekten, die sich dort einnisten. Diese Insekten sind damit wieder ein Bestandteil eines besonderen Ökosystems. Darüber mochten man aber in der Gemeindevertretung nicht diskutieren.
Mehrheitlich wurde beschlossen, dass der Bürgermeister die Baumfällarbeiten entsprechend der Empfehlung des Gutachtens veranlassen soll.
Meine Gegenstimme und die weniger weiterer Gemeindevertreter wurden nicht einmal mehr gezählt.
